Trikuspidalinsuffizienz (TI) ist eine komplexe Krankheit, die mehrere Ursachen hat und mit hohen Morbiditäts- und Mortalitätsraten verbunden ist.1,2 TI ist weit verbreitet und zählt unter den Klappenerkrankungen zu den am wenigsten behandelten Erkrankungen.1 Unbehandelt löst die TI eine Kaskade von Ereignissen aus, die zu rechtsseitiger Herzinsuffizienz (HI) und zum Tod führen können.4
Die Leitlinien der European Society of Cardiology/European Association of Cardiothoracic Surgery (ESC/EACTS) 2021 empfehlen die rechtzeitige Überweisung von Patienten mit einer Herzklappenerkrankung, bevor irreversible Schäden auftreten, und weisen darauf hin, dass Eingriffe an der Trikuspidalklappe zu wenig genutzt und oft zu spät eingeleitet werden.39
Die Behandlung der TI richtet sich nach der Klassifizierung der Erkrankung (primär/sekundär) und dem Schweregrad. In der Regel werden Patienten mit TI als Patienten mit keiner/milder, mäßiger oder schwerer TI eingestuft.22,45-47 Bei sekundärer TI richtet sich der Behandlungsansatz nach der Art der zugrunde liegenden Herzerkrankung des Patienten.13
Zu den aktuellen Optionen für die Behandlung von TI gehören:
Wie in den Leitlinien des American College of Cardiology/American Heart Association (ACC/AHA) von 2020 und des ESC/EACTS von 2021 empfohlen,38,39 sollten Patienten mit TI von einem multidisziplinären Herzteam betreut werden. Ein Herzteam umfasst klinische und interventionelle Kardiologen, Herzchirurgen, Bildgebungsspezialisten mit Fachkenntnissen in interventioneller Bildgebung, kardiovaskuläre Anästhesisten und bei Bedarf weitere Spezialisten (z. B. Spezialisten für Herzinsuffizienz, Elektrophysiologen).39 Zu einer umfassenden Bildgebung gehören sowohl TTE als auch TEE.48


