Die Aortenklappenstenose (AS) ist die häufigste primäre Herzklappenerkrankung in Europa und Nordamerika, die zu einem chirurgischen Eingriff oder einer Katheterintervention führt.1 Sie tritt bei etwa 2 % der Allgemeinbevölkerung auf, mit einer ansteigenden Prävalenz bei älteren Menschen (bis zu 6 % bei Patienten über 85 Jahren).2-4
Die symptomatische AS hat signifikante Auswirkungen auf den Gesundheitszustand und die Lebensqualität der Patienten:innen.5,6 Viele dieser Patienten leiden dabei zusätzlich unter kardiovaskulären und anderen Begleiterkrankungen wie zum Beispiel, andere Herzklappenerkrankungen, Diabetes mellitus, Bluthochdruck und periphere Gefäßerkrankungen.7-11

Das Konzept der TAVI umfasst die Verwendung einer mit einem Stent versehenen bioprothetischen Klappe, die mit Hilfe von Gefäßkathetertechniken in der Aortenposition eingesetzt wird. Dieser Ansatz vermeidet die Sternotomie und den kardiopulmonalen Bypass, die bei chirurgischen Eingriffen erforderlich sind.32
Das Verfahren wird in der Regel in einem Katheterisierungs- oder Hybridraum unter fluoroskopischer und echokardiographischer Anleitung durchgeführt. Die TAVI erfordert einen arteriellen, retrograden Zugang zur Aortenklappe. Während der transfemorale Zugang am häufigsten verwendet wird, gibt es auch andere Zugänge wie den transapikalen, den direkten Aorten-, den subclavianen, den transcarotiden oder den transcavalen Zugang.
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