Angeborene Herzfehler sind die häufigste Form von Geburtsfehlern. Zu den Defekten, die die Wand oder die Gefäße des Herzens betreffen, gehören der Vorhofseptumdefekt (ASD), der Ventrikelseptumdefekt (VSD) und der offene Ductus arteriosus (PDA). In bestimmten Situationen wird in den Leitlinien eine Operation oder ein Transkatheterverschluss empfohlen, um den Defekt zu reparieren und Komplikationen zu vermeiden.1
Unsere innovativen Ductus-Okkluder sind auf Flexibilität ausgelegt und passen sich an eine Vielzahl von Ductusgrößen an, während sie einen vollständigen Verschluss des Ductus arteriosus (PDA) über einen pulmonalen oder aortalen Zugang ermöglichen.
Das American College of Cardiology stellte fest, dass viele PDAs heute im Säuglings- oder Kindesalter mit kathetergestützten oder chirurgischen Methoden verschlossen werden. Bei denjenigen, deren Ductus im Erwachsenenalter offen bleibt, hängt die Entscheidung für einen kathetergestützten oder chirurgischen Eingriff von den Symptomen und der physiologischen Ausprägung der Läsion ab.1
In der klinischen Praxis gibt es jedoch Unstimmigkeiten bei den Therapiestrategien, insbesondere bei kleinen und hämodynamisch unbedeutenden PDA. Einige Kliniker befürworten den Verschluss, um das lebenslange Risiko einer infektiösen Endarteriitis zu beseitigen, andere halten ihn für unnötig.5
Wenn ein Säugling asymptomatisch oder medikamentös gut eingestellt ist, kann die Verschlussbehandlung aufgeschoben werden, bis eine Transkathetertherapie angeboten werden kann.
Erwachsene mit PDA eignen sich aufgrund der hohen Erfolgsraten und der geringen Komplikationsraten besser für den perkutanen Verschluss.
Selbst bei Patienten mit einem kleinen asymptomatischen PDA ist der Transkatheterverschluss ein sinnvoller therapeutischer Ansatz.13
Ein frühzeitiger PDA-Verschluss kann zu einer raschen Verbesserung des respiratorischen Status und einer schnelleren Entwöhnung vom Beatmungsgerät führen.
Ein genereller PDA-Verschluss bringt nachweislich Vorteile mit sich:
- Schnellere Entwöhnung von der mechanischen Beatmungsmaschine
- Zusätzliche Sauerstoffzufuhr
- Verbesserte Gewichtszunahme
- Schnellerer Rückgang des Respiratory Severity Score (RSS)
- Mögliche Vermeidung einer pulmonalen Hypertonie (PHT)
Ein Transkatheterverschluss mit dem Amplatzer Piccolo™ Occluder kann einen definitiveren Verschluss bieten als eine medikamentöse Behandlung und ist weniger invasiv als eine Operation.
- Die medikamentöse Therapie ist nur begrenzt wirksam (60-80 %) und kann bei Säuglingen mit PDA potenzielle unerwünschte Wirkungen haben.14
- Die chirurgische Ligatur ist invasiver als die Implantation des Okkluders und kann zu erheblichen Verfahrenskomplikationen führen.12,14,15
